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5 Tests für gutes Reiten

Zuerst ein paar Worte zur Anrede: Reiter duzen sich meistens. Deshalb geht im Folgenden die Anrede in ein persönlicheres „Du“ über.

Wissen Sie, was Sie außerhalb der Reitbahn trainieren können? Die 5 Tests für gutes Reiten verraten es Ihnen.
5 Tests für gutes Reiten

Hallo Reiter!

Wahrscheinlich hast Du keine Zeit und möchtest schnell zum Pferd.

Dann bist Du auf dieser Seite hier genau richtig.

Denn hier findest Du einen Schnelltest für gutes Reiten!

Als eingefleischte Physiotherapeutin bin ich ein Fan davon, möglichst einfach herauszufinden, wo es hakt.

Durch diese 5 Standardtests findest Du Deine Schwächen und kannst später kontrollieren, ob sie sich durch Dein Training etwas verändert.

Also mache die 5 Tests für gutes Reiten und und freue Dich am Ende über Dein Ergebnis.

Dann weißt Du, wo Du anpacken kannst, um hinterher auf dem Pferd eine bessere Figur zu machen.

Zur ausführlichen Variante, die wirklich alle Funktionen überprüft, die für gutes Reiten wichtig sind, kommst Du hier (einfach auf den unterstrichenen Link klicken).

Lege  für 5 Tests für gutes Reiten am Besten gleich los.

Du brauchst zur Durchführung:

1) Eine gerade, rutschfeste Fläche und ein Handtuch/ eine Decke/ Teppichboden zum Liegen

2) Einen Schrank, Sofa, Kommode, das Dein Gewicht hält.

3) Eine Uhr mit Sekundenzeiger oder Dein Handy mit Stopuhrfunktion.

3) Zettel und Stift, um nach jeder Aufgabe das Ergebnis zu notieren

Here we go:

Der Test basiert auf einem Fitnesscheck der Sportfakultät der Uni Frankfurt und ist so aufgebaut, dass er schnell und alleine ausgeführt werden kann.

1) Der wichtigste Test für gute Reiter: wie stehts um die Bauchmuskeln?

warum?         Reiter  brauchen sie, um die Beckenbewegung zu steuern und tief „im Pferd“ zu sitzen. Außerdem sind sie wichtig für das Gleichgewicht.



Lege Dich mit hinter dem Kopf verschränkten Händen flach auf den Rücken. Klemme die Füße unter den Schrank.

Komme jetzt in einem Schwung zum Sitzen hoch:

90 Grad Winkel zwischen Oberkörper und Oberschenkel

DER TEST:

Der Oberkörper ist gerade. Die Ellenbogen sind auf einer Linie mit den Ohren. Lass den Oberkörper zurück sinken bis der Winkel zwischen Rücken und Boden 45 Grad beträgt.

Bewertet wird die gehaltene Zeit:

Norm: HALTEN  dieser Position von mindestens 30 Sekunden.

Handlungsbedarf: kürzeres Halten als 30 Sekunden.

Und wie stehts um die Dehnfähigkeit Deiner Hüften?

warum? Reiter  müssen ihre Hüften und die Lendenwirbelsäule locker lassen können. So können sie die Bewegung über das Becken ausbalancieren und tief sitzen.

Lege Dich flach auf den Rücken und führe den Test für jedes Bein einzeln durch.

2) TEST für den vorderen Oberschenkel:

warum? Der vordere Oberschenkelmuskel und die Hüftbeuger sind verantwortlich für ein Hohlkreuz auf dem Pferd und hochgezogene Knie.

Beuge 1 Bein mit den Händen maximal in Knie und Hüfte an den Bauch.

Für die Auswertung schau, ob das Andere liegen bleibt:

Norm: Das gestreckte Bein bleibt in gesamter Länge auf der Unterlage wie auf dem Bild.

Gut: Das Bein bleibt ohne Luftfigur ganz flach auf der Unterlage.

Handlungsbedarf : Das  Bein wird deutlich abgehoben.

Für die Punktvergabe müssen beide Beine die Vorgabe erfüllen.

3) TEST für die hinteren Oberschenkelmuskeln:

warum? Reiter brauchen gedehnte rückwärtige Beinmuskulatur für ein „langes Bein“.

Strecke ein Bein mit gestrecktem Knie in die Luft und fühle, ob das andere Bein liegen bleibt.

Für die Auswertung zählt der Winkel zwischen den Beinen:

Norm: Winkel zwischen den Beinen von ca. 80-90 Grad

Gut: Winkel von mehr als 90 Grad zwischen den Beinen

Handlungsbedarf : Der Winkel ist kleiner als 80 Grad und das untere Bein wird dabei abgehoben.

Für die Punktvergabe müssen beide Beine die Vorgabe erfüllen.

4) TEST für den inneren Oberschenkel:

warum?         Die inneren Oberschenkelmuskel „klemmen“ und ziehen die Knie ans Pferd.

Schneidersitz mit geradem Rücken, die Fußsohlen liegen aneinander und so dicht am Gesäß, wie es geht.

Die Knie locker fallen lassen.

Bewertet wird der Abstand zwischen Knieaußenseite und Fußboden:

Norm: 10-15 Zentimeter Bodenabstand.

Gut: weniger als 10 cm Bodenabstand.

Handlungsbedarf : mehr als 10 cm Bodenabstand.

Für die Punktvergabe müssen beide Beine die Vorgabe erfüllen

5) Da war noch was? Das Gleichgewicht!

warum?           Reiter brauchen ein gutes Gleichgewicht, um sich auszubalancieren.

Stelle Dich mit geschlossenen Augen und hängenden Armen auf ebenen Fußboden.

Dein Lieblingsbein hebst Du ab und legst es mit der Fußsohle an die Innenseite des Standbeinknies.

Für die Auswertung solltest Du 1 Minute mit geschlossenen Augen auf Deinem Lieblingsbein stehen können.

Kannst Du das mit offenen Augen oder nur mit einem Bein bekommst Du ein NORM.

Schaffst Du das nacheinander sogar mit beiden Beinen, bekommst Du ein GUT!

Fängst Du an zu wackeln, auf der Stelle zu hüpfen oder mit den Armen zu rudern, hast Du den Test leider nicht bestanden.

Herzlichen Glückwunsch, Du hast es geschafft!

Nun hast Du Deinen aktuellen IST- Zustand.

Bei den Übungen hast Du gemerkt, wo es hakt. Das ist meist die Erklärung dafür, warum es auf dem Pferd nicht so läuft, wie es soll.

Und HIER geht es zur Auswertung (klicke auf den Link). Du bist doch bestimmt neugierig, wie Du abgeschnitten hast, oder ?

Klick auf den blauen Link oder schreibe eine Mail an: Kurztest<ät>ReitClever<punkt>de.

Auf der Seite ReitClever.de findest Du Übungen und Anregungen, die auf dem Fitnesscheck für Reiter aufbauen. Wenn Du die regelmäßig machst, werden sich Sitz und Einwirkung deutlich verbessern.

Besseres Reiten ist doch eine Motivation! Dein Pferd wird sich freuen.

Wo es hingehen soll  entscheidest Du mit der Zeit, die Du regelmäßig in Deine Fitness investieren willst.

10 Minuten Üben am Tag reicht. Schon nach 2 Wochen regelmäßigem Training wirst Du Erfolge sehen und fühlen.